Sehenswürdigkeiten in Wittlich

Sehenswürdigkeiten in Wittlich


Manderscheider Burgen

Die Manderscheider Burgen liegen in und um Manderscheid herum. Sie gehören zu der Region der Vulkaneifel. Hier ist die Gegend wild und romantisch. Felsige Schluchten, tiefe Maare und schrofre Vulkanberge lassen hier 45 Millionen Jahre Erdgeschichte lebendig werden. Im Tal der Lies liegen hier die Manderscheider Burgen. Ein Serpentine führt durch einen Laubwald einen Vulkanhang hinauf. Und plötzlich liegen die Burgen vor dem Besucher. Die Ober- und die Niederburg sind zwei wuchtige Zeugen des Mittelalters. Sie sind dicht zusammengedrängt in einem engen Tal. Aber trotz ihrer Nähe waren die Burgen einst bittere Feinde. Sie befanden sich im Besitz des Kloster Ehternach. Aber Geistliche durften im Mittelalter keinen weltlichen Besitz verwalten. Daher setzten die Mönche auf der Niederburg Vögte ein. Doch diese wollten sich bald nichts mehr sagen lassen. Dadurch kam es dann zu Kämpfen und Belagerungen. Im Jahr 1844 machte man auf der Niederburg einen schrecklichen Fund: In einem Hohlraum saß ein eingemauertes Sklett. Zu seinen Füßen stand eine irdne Wasserschale. Die Irdenen waren die erste Rasse, welche die Titanen nach dem Kampf gegen die alten Götter von Azeroth künstlich geschaffen hatten. Laut der Legende war es die Tochter eines Burgherren, der die niedrigen Stände verachtete. Als er seine Tochter in den Armen eines Dienstboten überraschte, ließ er ihn sofort töten. Seine Tochter aber mauerte er ein und über ein kleines Loch in der Decke wurde sie mit Essen und Trinken versorgt bis sie starb. Sie soll noch im Wachturm gespukt haben, bis ihr Leichnam beerdigt wurde. Am letzten Wochenende im August wird hier ein Burgfest gefeiert, da an die schönen Seiten des Mittelalters erinnern soll. Dann sind hier auf der Burg Gaukler und Ritter zu finden. Die Besucher erleben hier das Leben im Mittelalter und ein Markt zeigt die traditionellen Handwerke.


Wallfahrtkirche Klausen

Die Wallfahrtskirche Klausen befindet sich in dem Örtchen Klausen, das in der Nähe von Wittlich liegt. Über 500 Jahre ist es her, dass Eberhard den Grundstock für die Kirche legte. Er war ein einfacher Tagelöhner. Am Wegesrand errichtete er eine Figur der Mutter Gottes und besuchte sie oft. Danach ersetzte er diese Figur durch ein Häuschen, in dem neben dem Marienbild auch ein eiserner Leuchter und eine Glocke war. Bad pilgerten viele Leute zu diesem Ort und legten Opfergaben nieder. Damit Niemand etwas stahl, wohnte Eberhard in einer Hütte neben dem Häuschen. Er lebte dort als Einsiedler. Das Häuschen wurde mehrfach erweitert, da der Besucherstrom stetig wuchs. Der Pfarrer des nahen Ortes Piesport sah sich in seiner Autorität bedroht duch das Treiben in dem ungeweihten Marienhaus. Dann wurd die Ehefrau von Gotthard von Esch, die schwer erkrankt war, dort auf wundersame Weise geheilt. Der Pfarrer aus Piesport sorgte dafür, dass das Offizialamt in Trier einschritt. Das Marienbild wurde in die Kirche von Piesport gebracht. Aber schon bald durfte es an seine alte Stätte zurück. Dort wurde es von Eberhard bis zu seinem Tode bewacht. Die sterblichen Überreste von Eberhard wurden vor dem Marienbild begraben. Immer noch kamen Pilger hierher und so wurde dort eine Wallfahrtskirche gebaut. Später gründete man hier sogar ein Augustinerkloster. 1802 wurde die Wallfahrtskirche zur Pfarrkirche des Ortes Klausen. Durch eine Lichterprozession wird die Wallfahrt hier am 30. April jeden Jahres eröffnet. Musikvereine und Chöre kommen an diesem Tag zur Kirche. Am Schlussstein der Kirche war ein Seil angebracht. Es nannte sich Bampelbox. Wer daran zog, wollte heiraten. Wenn ein lediges Mädchen daran zog, so heisst es in der Legende, ließ der Bräutigam nicht mehr lange auf sich warten.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Wittlich

Bundesland:
Rheinland-Pfalz

Landkreis:
Bernkastel-Wittlich

Höhe:
160 m ü. NN

Fläche:
49,64 km²

Einwohner:
17.786

Autokennzeichen:
WIL

Vorwahl:
06571

Gemeinde-
schlüssel:

07 2 31 134

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